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Aktuelles

Fenstertausch-Beschluss

Mittwoch, 16. September 2015 um 11:04 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth in der Kleine Zeitung

Wann ist ein Beschluss wirksam, dass Eigentümer den Fenstertausch selbst zahlen müssen?

Der Beschluss, dass ein Eigentümer für seine Fenster selbst aufkommen und für die der übrigen Eigentümer nicht mitzahlen muss, ist nur dann wirksam, wenn dieser einstimmig und schriftlich erfolgt ist. Ein Mehrheitsbeschluss ist unwirksam.

 

Nicht alles ist versichert!

Mittwoch, 09. September 2015 um 11:38 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth in der Kleine Zeitung

Die Reparaturfondsabrechnung weist große Ausgaben auf, obwohl keine großen Reparaturen durchgeführt wurden. Jedoch gab es einen Wasserschaden, der von einer Firma bei Arbeiten in einer Wohnung verursacht wurde.

Dazu erklärt Sigrid Räth von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer: Wenn ein Wasserschaden auftritt, erstellt die Durchfeuchtung der Bausubstanz einen schweren Schaden des Hauses dar. Die Verwaltung hat daher die Behebung des Schadens zu beauftragen. Auch die Rechnungen sind von der Eigentümergemeinschaft zu tragen und werden in der Regel von der Versicherung refundiert. Nicht jeder Schaden ist aber durch eine Versicherungsdeckung abgesichert. Das richtet sich nach den Versicherungsbedingungen und der Art des Schadens. Es ist grundsätzlich richtig, dass die Kosten der Schadensbehebungen ebenso wie die Refundierungen der Versicherung in die Abrechnung aufgenommen werden. Zu hinterfragen ist aber, warum die Versicherung keine größeren Leistungen erbracht hat bzw. ob diese teilweise im nächsten Jahr erbracht wurden. Wenn der Schaden bei einer Reparatur verursacht wurde, muss der Verursacher dafür aufkommen.

   

Hausvertrauenspersonen

Samstag, 05. September 2015 um 09:50 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth im Immo-Kurier

Nur dann, wenn Hausvertrauensleuten einzelne Miteigentümer eine Vollmacht einräumen, dürfen sie diese auch vertreten. Die Abberufung des Haussprechers ist schwierig, „Weil es ihn ja rechtlich gar nicht gibt“, sagt Räth.

Gesamten Beitrag lesen: Sprachrohr oder Wichtigtuer?

   

Hausmeisterwohnung

Donnerstag, 27. August 2015 um 09:14 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth in der Kleine Zeitung

Wer entscheidet bei einer nicht mehr benötigten Hausmeisterwohnung über Verkauf oder Vermietung? Der Hausverwalter oder die Eigentümergemeinschaft?

Über die Vermietung entscheidet die Mehrheit der Miteigentümer nach grundbücherlichen Anteilen, wenn es sich um einen Mietvertrag mit einer liegenschaftsfremden Person handelt. Die Vermietung von verfügbaren allgemeinen Teilen ist eine Angelegenheit der ordentlichen Verwaltung und kann auch von der Hausverwaltung besorgt werden. Wenn es sich um einen Mietvertrag mit einem Miteigentümer handelt, ist die Zustimmung aller anderen Miteigentümer notwendig.

   

Wohnungszutritt - Duldungspflichten

Dienstag, 25. August 2015 um 08:37 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth im Immo-Kurier

Wohnungseigentümer müssen die Benützung ihrer Objekte durch Dritte dulden, wenn dies zur Behebung ernster Schäden des Hauses oder zur Erhaltung allgemeiner Teile der Liegenschaft erforderlich ist. Einen direkten Eingriff in sein Objekt muss ein Eigentümer hingegen nur dann zulassen, wenn keine wesentliche und dauernde Beeinträchtigung entsteht und ihm diese bei billiger Abwägung der Interessen zumutbar ist. Für daraus entstehende Nachteile muss der Wohnungsbesitzer von der Eigentümergemeinschaft entschädigt werden. Die Höhe der Entschädigung ist im Außerstreitgericht zu klären. „Neben den gesetzlichen Duldungspflichten ist es auch möglich, dass diese im Wohnungseigentumsvertrag vereinbart und dem Eigentümer übertragen werden“, sagt Sigrid Räth, Wohnrechtsexpertin der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer.

Gesamten Beitrag lesen: Wohnungszutritt für alle?

   

Was kann man gegen den Gestank tun?

Freitag, 14. August 2015 um 11:17 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth in der Kleine Zeitung

Direkt unter uns hat der Wohnungsnachbar eine neue Entlüftungsanlage eingebaut. Deren unerträgliche Düfte treten etwas seitlich, also fast direkt unter unserem Schlafzimmerfenster aus der unteren Wohnung aus und verbreiten sich so auch in unserer Wohnung. Was können wir dagegen tun?

Dazu erklärt die Rechtsanwältin Mag. Sigrid Räth von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer: Wenn bisher keine Entlüftungsanlage vorhanden war und die Entlüftungsanlage durch die Außenwand errichtet wurde, so wäre dies nur mit Zustimmung aller Miteigentümer zulässig. Sollte eine Zustimmung nicht vorliegen, könnte der Miteigentümer zur Entfernung der Anlage aufgefordert werden. Unter Umständen wäre aber eine Ersetzung der Zustimmung durch das zuständige Bezirksgericht möglich. Wenn die Zustimmung vorhanden ist, darf trotzdem keine unzumutbare Belästigung von der Anlage ausgehen. Jeder beeinträchtigte Miteigentümer könnte auf Unterlassung der Beeinträchtigung klagen. In einem derartigen Verfahren müsste aber bewiesen werden, dass die Beeinträchtigung tatsächlich für einen Durchschnittsmenschen, der nicht besonders geruchsempfindlich ist, unzumutbar ist.

   

Werden Kosten für Fenstertausch ersetzt?

Donnerstag, 06. August 2015 um 20:00 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth in der Kleine Zeitung

Wir haben in unserer Eigentumswohnung die Fenster auf eigene Kosten ausgetauscht, weil das damals so beschlossen wurde. Jetzt heißt es plötzlich, der Austausch erfolge auf Kosten der Allgemeinheit. Wie bekomme ich jetzt meine Aufwendungen ersetzt?

Dazu erklärt unsere Expertin Mag. Sigrid Räth von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer: Wenn ein Miteigentümer Aufwendungen gemacht hat, die die Eigentümergemeinschaft hätte machen müssen, steht ihm ein Ersatzanspruch gegen die Gemeinschaft zu. In einem solchen Fall ist es sinnvoll, auf die Fassung eines Mehrheitsbeschlusses hinzuwirken, der eine Refundierung dieser Kosten an die einzelnen Eigentümer zum Inhalt hat. Voraussetzung für diesen Anspruch ist, dass der Austausch der Fenster notwendig war. Sollte ein derartiger Mehrheitsbeschluss nicht zustande kommen und sich die Hausverwaltung weigern, die Kosten zu refundieren, könnte der aufgewendete Geldbetrag von der Eigentümergemeinschaft auch gerichtlich eingefordert werden. Ein Schadenersatzanspruch gegen die Hausverwaltung ist nur dann denkbar, wenn dieser Anspruch nicht erfolgreich geltend gemacht werden kann.

   

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