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Was darf der Verwalter?

Donnerstag, 30. Juli 2015 um 19:00 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth in der Kleine Zeitung

Die Hausverwaltung hat, ohne uns zu fragen, Sträucher setzen lassen, die wir angeblich auch bezahlen müssen. Ist das wirklich rechtlich in Ordnung? Uns wäre es lieber, die vielen Birken, die wir haben, durch andere Bäume zu ersetzen, weil viele Bewohner Allergiker sind.

Dazu führt die Rechtsanwältin Sigrid Räth von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer aus: Der Verwalter kann im Rahmen der ordentlichen Verwaltung Entscheidungen treffen und die damit verbundenen Kosten aus dem Vermögen der Eigentümergemeinschaft abdecken. Das Ersetzen von Sträuchern gehört eindeutig zur ordentlichen Verwaltung. Wenn die Miteigentümer die Birken durch andere Bäume ersetzen wollen, ist es dazu erforderlich, einen Mehrheitsbeschluss zu fassen. Dazu sind die Formerfordernisse der Beschlussfassung einzuhalten (Verständigung aller Miteigentümer und Einräumung einer Äußerungsmöglichkeit), der Beschluss ist in der Folge zu verlautbaren und kann beim zuständigen Bezirksgericht angefochten werden. Die Anfechtungsfrist beträgt in Angelegenheiten der ordentlichen Verwaltung einen Monat, in Angelegenheit der außerordentlichen Verwaltung (z. B. Veränderungen) drei Monate.

 

Reparatur der Wasserleitung

Samstag, 25. Juli 2015 um 09:43 Uhr

GdW Beraterin RA Mag. Sigrid Räth im Immo-Kurier

In einer Mietwohnung gilt folgendes: „Ist die Leitung kaputt oder geht von ihr eine Gesundheitsgefährdung aus – zum Beispiel durch einen zu hohen Bleigehalt im Wasser, wie er bei veralteten Rohren vorkommen kann –, ist der Vermieter für die Behebung des Schadens zuständig“, sagt Sigrid Räth, Rechtsanwältin und Wohnrechtsexpertin der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer. Um die Behebung von Schäden im Inneren der Wohnung, wie eine tropfende Armatur oder eine rinnende WC-Spülung, muss sich der Mieter selbst kümmern.

Ein wenig anders ist die Situation zwischen einem einzelnen Wohnungseigentümer und der Eigentümergemeinschaft. Eine Gesundheitsgefährdung ist hier kein Grund für eine Erhaltungspflicht der Gemeinschaft. „Ein Bleirohr muss jeder Eigentümer auf eigene Kosten austauschen. Wenn aber die Leitung undicht ist, hat das eine Durchfeuchtung der Bausubstanz und damit einen schweren Schaden des Hauses zur Folge. Die Behebung eines solchen ist immer Sache der Gemeinschaft“, erklärt Räth.

Leider erkennt man einen Wasserrohrbruch oder eine Leck in der Leitung meistens erst dann, wenn man bereits den Wasserfleck an der Wand sieht. Sobald man Schaden bemerkt, sollte man ihn der Hausverwaltung melden – das gilt sowohl für Mieter als auch für Eigentümer. Die Verwaltung hat sich sofort um die Behebung des Schadens zu kümmern.

„Um zu vermeiden, dass eine defekte Leitung lange unentdeckt bleibt, sollte man den Hauptwasserhahn abdrehen, bevor man für längere Zeit auf Urlaub fährt“, sagt Sigrid Räth. „Achten Sie aber darauf, dass Sie den richtigen erwischen und nicht dem Nachbarn das Wasser abdrehen. In alten Häusern ist die richtige Zuordnung oft gar nicht so einfach.“

   

Ein außergewöhnliches Rechnungslegungsverfahren

Mittwoch, 24. Juni 2015 um 09:15 Uhr

 

Artikel lesen: Ein außergewöhnliches Rechnungslegungsverfahren

   

Stellungnahme zum Erbrechts-Änderungsgesetz 2015

Dienstag, 05. Mai 2015 um 08:11 Uhr

Der Gesetzentwurf zum Erbrechts-Änderungsgesetz 2015 sieht auch eine Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes 2002 vor. Die GdW hat dazu wie folgt Stellung genommen:

   

Wohnrechtsnovelle 2015

Samstag, 13. Dezember 2014 um 09:48 Uhr

Die Wohnrechtsnovelle 2015 ist beschlossen. Thema sind die nicht im Grundbuch eingetragenen Zubehörobjekte und die Erhaltung der Therme. Den Bericht finden Sie unter http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2014/PK1211/
Damit ist klar, dass kein Wohnungseigentümer seinen Garten oder Stellplatz bzw sonstiges Zubehör verliert, wenn im Grundbuch nur die Topnummer der Wohnung genannt ist.

Es ist zu hoffen, dass die große Novelle des Wohnrechts ebenso gut für die Wohnungseigentümer ausfällt. Wir werden weiter dran bleiben und Stellungnahmen abgeben, um Verbesserungen zu bewirken.

Hier lesen Sie unsere Stellungnahme zur vorangegangenen Regierungsvorlage.

Gesetzestext Wohnrechtsnovelle 2015

   

Stellungnahmen

Mittwoch, 26. November 2014 um 12:38 Uhr

Stellungnahme der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer - GdW vom 25. November 2014 zur Regierungsvorlage "Wohnrechtsnovelle 2015 - WRN 2015"

Stellungnahme der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer - GdW vom 12. November 2014 zum "Ausführungsgesetz zur Gesetzesbeschwerde"

Stellungnahme der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer - GdW vom 7. November 2014 zum Gesetzentwurf "Gerichtsgebühren-Novelle 2014"

Stellungnahmen lesen

   

Wohnungseigentum: Fluch oder Segen?

Samstag, 10. Mai 2014 um 09:38 Uhr

Immer wieder erleben Käufer von Eigentumswohnungen böse Überraschungen und erkennen oft viel zu spät das Risikopotential ihrer Wohnung. Wir begleiten unsere Mitglieder auch in der Phase vor dem Kauf der Wohnung, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Weiterlesen: Gefangen in der Haftungsgemeinschaft

   

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