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Die Juristin RA Mag. Sigrid Räth vom Verein „Gemeinschaft der Wohnungseigentümer“ sagt dazu: „Grundsätzlich hat ein Miteigentümer im Erdgeschoß die Möglichkeit, bei Gericht einen Antrag auf Festsetzung eines abweichenden Aufteilungsschlüssels einzubringen, wenn er keine objektive Nutzungsmöglichkeit für den Lift hat. Wenn es aber eine Vereinbarung gibt, die einen abweichenden Aufteilungsschlüssel vorsieht, müsste eine Änderung in den Nutzungsmöglichkeiten seit dieser Vereinbarung entstanden sein. Da in diesem Fall bereits einer der Erdgeschoßeigentümer offenbar durch Gerichtsentscheidung von den Aufzugskosten befreit wurde, sehe ich keinen Sinn darin, anderen Miteigentümern in der gleichen Lage die Zustimmung zur Anpassung des Aufteilungsschlüssels zu verwehren. Abgestellt wird vom Gericht immer auf die objektive Nutzungsmöglichkeit und nicht auf die tatsächliche Nutzung. Denkbar wäre auch eine teilweise Befreiung von den Liftkosten, wenn der objektive Nutzen für den Erdgeschoßeigentümer erheblich geringer ist als für die anderen Eigentümer.