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Die Juristin RA Mag. Sigrid Räth vom Verein „Gemeinschaft der Wohnungseigentümer“ sagt dazu: „Wenn ein Teppichboden teilweise zerlöchert ist, kann er eine Stolperfalle darstellen. Derartiges ist auf Gängen in Mehrparteienhäusern keinesfalls zulässig.“ Inwieweit der Boden hinsichtlich des Brandschutzes ein Problem darstelle oder nicht, müsse separat abgeklärt werden. „Eine Erneuerung kann jedenfalls mit Mehrheitsbeschluss festgelegt werden“, sagt Räth und ergänzt: „Erforderlich dafür ist die Zustimmung der Mehrheit der Miteigentümer, gerechnet nach den Anteilen im Grundbuch.“

Bei einer Beschlussfassung sind, so die Juristin, die Formalkriterien der Beschlussfassung einzuhalten: „Dazu gehören insbesondere die Verständigung aller Miteigentümer und die Gewährung einer Äußerungsmöglichkeit an alle.“